ALSBACH BIS LORSCH

Auf dieser Seite wollen wir einige Hinweise auf Gedenkstätten in unserer Umgebung geben:

- Alsbacher Judenfriedhof
- Benno-Elkan-Allee
- Gedenkstätte in Alsbach
- Gedenktafel im Zwingenberger Rathaushof
- Stolpersteine in Zwingenberg
- Gräber von Zwangsarbeitern am Auerbacher Friedhof
- Reichenbach: Denkmal für Max Liebster
- Stolpersteine in Bensheim
- Bensheimer "Stolperstein"
- Gedenkstätte an der ehemaligen Synagoge in Bensheim
- Die Nazimorde am Bensheimer Kirchberg
- Gedenkstein für den Bensheimer Widerstandskämpfer Jakob Kindinger
- Massengrab sowjetischer Kriegsgefangener auf dem Auerbacher Soldatenfriedhof
- Martin-Buber-Haus in Heppenheim
- Ehemalige Synagoge in Heppenheim
- Gedenktafel in Lorsch
- Gedenkstätte KZ Osthofen

Alsbacher Judenfriedhof

Der Alsbacher Judenfriedhof ist der größte erhaltene jüdische Landfriedhof Hessens. Er ist verbürgt seit dem Jahr 1616 und diente mehr als 2000 Juden aus 32 Ortschaften der näheren und weiteren Umgebung als zentrale Beerdigungsstätte. Da jüdische Gräber nach jüdischer Sitte nicht erneut belegt werden dürfen, sind diese Grabstätten mit ihren zum Teil uralten Grabsteinen wie ein offenes Geschichtsbuch. Bemerkenswert ist der Gedenkstein für den berühmten Rabbi Samuel Bacharach aus Worms, der 1615 in Gernsheim und dann auf dem Alsbacher Judenfriedhof beerdigt wurde. Seitdem war es für jeden frommen Juden eine Ehre, selber in der Nähe dieses großen Rabbis beerdigt zu werden.
Als orthodoxer Friedhof zeigen die Grabmale – mit sehr wenigen Ausnahmen – keine Schmuckelemente. Grabsteine mit dem Symbol der segnenden Händen weisen die Beerdigten als Anhänger der Kohanim aus (verantwortlich für die Opferdarbringung im Tempel und den Priestersegen); den Kohanim war das Betreten des Friedhofs aus religiösen Gründen nicht erlaubt - sie konnten aber die Beerdigung ihrer Angehöriger von außerhalb der Friedhofsmauer - auf Trittsteinen stehend - verfolgen. Das Symbol der Kanne schmückt die Grabsteine der Leviten (verantwortlich für die kultische Reinheit im Tempel). Einige Grabsteine zeigen das Symbol der zionistischen Bewegung im ausgehenden 19. Jahrhundert – den Davidstern. Weitere Grabsteine erinnern an deutsche Soldaten jüdischen Glaubens, die im ersten Weltkrieg - zum Teil hochdekoriert - "für Volk und Vaterland" ihr Leben gaben.
Zur Erinnerung an die Friedhofsschändung während der Reichspogromnacht 1938 durch die Nationalsozialisten ist eine Gedenktafel an der Innenmauer zur B3 hin angebracht. Der Bensheimer Bankier Julius Bauer, der nach seiner Verhaftung in der Reichspogromnacht im November 1938 starb, und seine Frau Hedwig, die sich im Februar 1939 das Leben nahm, zählen zu den letzten auf dem Alsbacher Friedhof beerdigten Juden.

Weitere Informationen finden Sie in unserer Broschüre "Beth Olam - Haus der Ewigkeit / Gang über den jüdischen Friedhof in Alsbach an der Bergstraße".

Der ehemalige Alsbacher Gemeindepfarrer Johannes Mingo führt - zum Teil in Kooperation mit dem Verein "Arbeitskreis Zwingenberger Synaogoge e.V." - von Zeit zu Zeit über den Friedhof. Anfragen wegen einer Führung leiten wir gerne an ihn weiter.

 
Klicken Sie hier, um zur Galerie zu gelangen.

Benno-Elkan-Allee

Bild: Tamar Hayardeni

Von 1911 bis 1919 lebte der bedeutende jüdische Künstler Benno Elkan (1877-1960) mit seiner Familie in Alsbach. Nach seinem Umzug nach Frankfurt/Main flüchtet er 1934 nach London, 1939 wurde ihm die deutsche Staatsangehörigkeit aberkannt. Weltbekannt wird Elkan mit seinem Spätwerk, der Großen Menorah, die heute vor der Knesset in Jerusalem steht. Sie ist eine Gabe Großbritanniens an den jungen Staat Israel – mit 29 Halbreliefs erzählt die Große Menorah die Glaubensgeschichte des jüdischen Volkes.
Im Oktober 2012 wurde in Alsbach die „Benno-Elkan-Allee“ (Teilstück der L3112 zwischen den Kreiseln) eingeweiht.

 

Gedenkstätte in Alsbach

Am Alsbacher Bürgerhaus wurde die ursprüngliche, allgemein gehaltene Gedenkstätte (erstellt vom Darmstädter Bildhauer Gotthelf Schlotter im März 1991) mit einer Namenstafel für die ehemaligen Juden aus Alsbach und Hähnlein ergänzt. Eine dritte Tafel trägt den Text: "Tu deinen Mund auf für die Stummen und für die Sache aller, die verlassen sind (Spr. 31, V. 8). - Dem Andenken der jüdischen Nachbarn, die durch den Nationalsozialismus 1933 - 1945 in Alsbach und Hähnlein gelebt und gelitten haben."

 

Gedenktafel im Zwingenberger Rathaushof

Im Dezember 1984 wurde die Gedenktafel für die Opfer des Nationalsozialismus in Zwingenberg - ein Entwurf des Mannheimer Professors Kieselbach, eingeweiht. Der Text der Tafel: "Die Bürger der Stadt Zwingenberg gedenken der Verfolgung ihrer jüdischen Mitbürger und derer, die während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft diskriminiert, verfolgt und ermorden wurden."
Am 7. Mai 2006 wurde diese Tafel um eine weitere Tafel ergänzt, die folgenden Text und die Namen der Zwingenberger NS-Opfer enthält:

WIR ERINNERN UNS AN
Johanna Abraham
Clara David
Sally David
Hugo Fuchs
Richard Fuchs
Hans Gärtner
Clara Gutmann
Franziska Mainzer
Martha Schack
Moritz Schack
Clothilde Wachenheimer
Zodik Wachenheimer
Amanda Wolf
Arnold Wolf
Sally Wolf
Clara Wolf
Jakob Wolf
IN DEN TOD GETRIEBEN, IM EXIL GELITTEN UND GESTORBEN, IN KONZENTRATIONSLAGER DEPORTIERT UND DORT UM IHR LEBEN GEBRACHT

Eine dritte Tafel mahnt "Nie wieder".

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite "NEUE NAMENSTAFEL"

 

Stolpersteine in Zwingenberg

Stolperstein für Clothilde Wachenheimer

Am 3. Juli 2012 verlegte Gunter Demnig im Auftrag der Stadt Zwingenberg 11 Stolpersteine an 5 Plätzen. Weitere Informationen und Bilder der Verlegung finden Sie hier.

 

Gräber von Zwangsarbeitern am Auerbacher Friedhof

Grab von Zwangsarbeitern aus dem KZ-Außenlager

Außerhalb des Auerbacher Friedhofs liegen neben dem nordöstlichenAusgang die Gräber von 22 Nazi-Opfern. Diese Opfer stammen aus dem Rüstungsbetrieb Ing. Hans Heymann, der nach der Bombardierung Darmstadts in das Marmorbergwerk bei Hochstädten verlegt worden war. Durch seine guten Beziehungen zum Leiter des SS-Wirtschafts-Verwaltungs-Hauptamts Pohl konnte er sich KZ-Häftlinge aus Buchenwald beschaffen, die in einem nach KZ-Vorschriften eingerichteten Lager oberhalb des heutigen Tennisplatzes m Weiherweg untergebracht wurden. Das Lager wurde als Außenlager dem KZ Natzweiler-Struthof (Elsass) zugeordnet.

Außerdem erhielt der Unternehmer eine Gruppe von 130 griechischen Zwangsarbeitern zugeteilt, die am 17.August 44 in einer blutigen Razzia in einem Stadtteil von Athen festgenommen und nach Auerbach verschleppt; sie waren in der ehemaligen Obst-Markthalle beim Bahnhof in Auerbach untergebracht und mussten jeden Morgen von dort bis zum Marmorbergwerk marschieren, wo sie in einer unterirdischen Halle den „Dom“ oder „Heymann-Saal“ für die geplante Rüstungsproduktion bauen mussten. Dass in den wenigen Monaten von September 44 bis Ende März 45 mehr als 10 von den jungen Männern gestorben sind, die dann außerhalb der Friedhofsmauer von Auerbach –zusammen mit ermordeten KZ-Häftlingen - verscharrt wurden, war die Folge der brutalen Behandlung durch ihre Aufseher, die völlig mangelhafte Ernährung, Kleidung, medizinische Versorgung und die Unterbringung sowie die unmenschlichen Arbeitsbedingungen.
(weitere Informationen: Johannes Krämer, „.und dass wir acht geben auf die nächste Generation“).

 

Reichenbach: Denkmal für Max Liebster

Im Juni 2013 wurde in Reichenbach am Anfang der Knodener Straße ein Denkmal für Max Liebster errichtet (geboren 1915 in Reichenbach). Als Jude wurde er von den Nationalsozialisten in fünf Konzentrationslager verschleppt (Sachsenhausen, Neuengamme, Auschwitz-Birkenau, Auschwitz-Buna und Buchenwald). Im KZ Sachsenhausen traf er seinen Vater, den er nach dessen Tod auf den Schultern ins Krematorium trug. In der Haft lernte er Zeugen Jehovas kennen, deren konsequentes, standhaftes Verhalten den Nationalsozialisten gegenüber ihn beeindruckten und prägten. Bis zu seinem Tod im Mai 2008 berichtet er auf vielen Reisen von seinen Erlebnissen in der NS-Zeit, klärt über den Holocaust auf. 2004 wird er zum Ehrenbürger von Reichenbach ernannt.

 

Stolpersteine in Bensheim

Stolpersteine für Hedwig und Julius Bauer

Am 31. Mai 2011 wurden in Bensheim-Mitte und Bensheim-Auerbach die ersten Stolpersteine für die jüdischen Opfer der NS-Zeit durch den Aktionskünstler Gunter Demnig gesetzt. Begonnen wurde am Rodensteiner Hof, Darmstädter Straße 5, dem letzten frei gewählten Wohnsitz von Hedwig und Julius Bauer.
Weitere Informationen finden Sie hier.

 

Bensheimer "Stolperstein"

Am 8. Mai 1995 wurde in Bensheim an der Nordseite der Faktorei das Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus eingeweiht. Die Bronzeplastik war von dem Mainnheimer Bildhauer Rainer Negrelli geschaffen worden. Sein Entwurf eines im Boden versinkenden oder aus dem Boden herausbrechenden langgestreckten Keils interpretierte der Künstler als oberste Kante eines Hakenkreuz-Balkens. Auf einer neben der Bronzeplastik verlegten Platte ist folgender Text eingelassen:
"Auch in Bensheim wurden in der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur Verbrechen gegen die Menschheit begangen. Auch in dieser Stadt wurden Menschen schuldig, gab es Opfer und Täter. Auch in unserer Mitte wurden Menschen wegen ihrer Abstammung und Herkunft, wegen ihrer religiösen, weltanschaulichen oder politischen Überzeugung und Bekenntnisse verfolgt, gefoltert, ermordet. Die Erinnerung daran mahnt und verpflichtet uns, jederzeit für Demokratie, für Freiheit, Frieden und Gerechtigkeit einzutreten."

 

Gedenkstätte an der ehemaligen Synagoge Bensheim

Am 2. Mai 2000 wurde ein neues Mahnmal am Platz der ehemaligen Bensheimer Synagoge eingeweiht – zuvor erinnerte dort seit 1971 eine unauffällige Gedenktafel an die frühere Synagoge. An Einfachheit und Klarheit ist das neue Erinnerungswerk der Frankfurter Architekten Wolfgang Lorch und Nikolaus Hirsch kaum zu übertreffen: Das würfelförmige Mahnmal erinnert an einen Diabetrachter mit zwei, von innen beleuchteten Ansichten der Bensheimer Synagoge – auf der einen Seite die Ansicht des ursprünglichen Gebäudes, auf der anderen Seite das Bild während des Abrisses nach der Pogromnacht November 1938. Dem Betrachter – auch aus dem Auto heraus die Nibelungenstraße entlang fahrend – wird somit das „Vorher“ und „Nachher“ vor Augen geführt.
Leider sind zur Zeit – Juli 2004 – die beiden Ansichten der Bensheimer Synagoge in der Gedenkstätte durch Fremdeinwirkung stark beschädigt – tiefe Risse ziehen sich durch die Glasscheiben mit den eindrucksvollen Bildern.

 

Die Nazimorde am Bensheimer Kirchberg

Gedenkstein für die Opfer am Bensheimer Kirchberg

Am 24. März 1945 - drei Tage vor der Befreiung von Bensheim durch die Amerikaner - wurden am Kirchberg 12 Menschen von der Gestapo erschossen. Die Ermordeten waren Rosa Bertram, Erich Salomon und Walter Hangen aus Worms, Lina Bechstein aus Kriegsheim, Gretel Maraldo aus Offenbach, Jakob Gramlich aus Bonsweiher, die beiden Franzosen Eugene Dumas und Lothaire Delaunay, der Niederländer Frederik Roolker sowie drei weitere nicht identifizierbare Personen. Der Pole Johann Goral überlebte schwerverletzt die Erschießung. In ihrem Buch "Drei Tage fehlten zur Freiheit - Die Nazimorde am Kirchberg Bensheim - März 1945" berichten die Autoren Dr. Fritz Kilthau und Dr. Peter Krämer über das Geschehen, über die Opfer und die Täter (Details zum Buch).
Den Gedenkstein am Ort der Erschießung erreicht man vom Brunnenweg kommend auf einem schmalen steilen Pfad zum Kirchberg hinauf. Weitere Informationen, u.a. auch über den Gedenkgang im März 2015 vom ehemaligen Gefängnis zur Hinrichtungsstätte, finden Sie auch unter https://kirchbergmorde.wordpress.com/tag/kirchbergmorde/.

 

Gedenkstein für Jakob Kindinger

Im November 1995 wurde im Beisein des damaligen Bürgermeisters Georg Stolle an der Kreuzung Wilhelm-Kilian-Straße / Jakob-Kindinger-Straße in den "Kappesgärten" ein Gedenkstein für den Bensheimer Widerstandskämpfer Jakob Kindinger enthüllt. Der Text auf dem Stein, dessen Aufstellung auf die Initiative des früheren Bensheimer Gewerkschaftssekretär Gert Helbling zurückgeht: "Der Widerstandskämpfer Jakob Kindinger (1905 - 1986) war als Gewerkschafter und Kommunist 10 Jahre in Haft, davon 7 Jahre als KZ-Häftling in Buchenwald. Unter Einsatz seines Lebens bewahrte er Mithäftlinge vor dem Tod. Nach der Befreiung war er Gewerkschaftssekretär und Stadtverordneter in Bensheim."

 

Massengrab sowjetischer Kriegsgefangener

Im nördlichen Teil des Auerbacher Soldatenfriedhofs befindet sich unter einer Gedenktafel ein Massengrab, in dem 385 sowjetrussische Soldaten begraben sind. Diese Soldaten waren während des Krieges in der als Lazarett dienenden Heil- und Pflegeanstalt in Heppenheim gestorben. Die Toten wurden zunächst noch in Einzelgräber auf dem städtischen Friedhof beigesetzt, später warfen die Nationalsozialisten die Leichen jedoch in ein Massengrab in der Heppenheimer Tuchbleiche. Im Laufe der Zeit wurde dieses Massengrab in eine Schutthalde verwandelt. Nach dem Kriege mussten die führenden Heppenheimer Nazis die Toten ausgraben und einzeln beisetzen. 1957 wurden die Soldaten schließlich von Heppenheim nach Auerbach umgebettet.

 

Martin-Buber-Haus in Heppenheim

Der jüdische Religionsphilosoph Martin Buber zog 1916 mit seiner Frau Paula und seinen zwei Kindern in das Haus an der Ecke Werlestraße-Graben. Hier entstanden bedeutende Werke Martin Bubers, z.B. "Ich und Du" und der erste Teil seiner Bibelübersetzung. Ab 1922 fuhr Buber regelmäßig zur Erfüllung von Lehraufgaben nach Frankfurt. Im Frühjahr 1938 mussten die Bubers auf Grund der nationalsozialistischen Verfolgung nach Palästina emigirieren. Zurückgelassene Möbel und Teile seiner Bibliothek wurden in der Reichspogromnacht zerstört oder gestohlen. Weil Buber die Rechnung für den Vandalismus nicht bezahlen konnte, wurde das Haus gepfändet.
1941 ging das Haus in den Besitz des Kreises Bergstraße über - 1976 wurde es unter Denkmalschutz gestellt. Heute hat der Internationale Rat der Christen und Juden seinen Sitz im Martin-Buber-Haus.

 

Ehemalige Synagoge in Heppenheim

An der Ecke Starkenburgweg - Bensheimer Weg erklärt eine Gedenktafel:

"- Zur Erinnerung an die Heppenheimer Synagoge
- Sie stand inmitten des Gartens oberhalb der Mauer
- Gestiftet 1897 von den nach London ausgewanderten Söhnen des Baruch Hirsch, Vorsteher der jüdischen Gemeinde
- Entwurf von Prof. Heinrich Metzendorf
- Zerstört am 10. November 1938 nach der Pogromnacht
- Am 30. Januar 1933 zählte die jüdische Gemeinde 113 Mitglieder
- 24 Juden sind Opfer der Gewaltherrschaft des Nationalsozialismus geworden
- Die Überlebenden sind in alle Welt zerstreut
- Die Bürger der Stadt Heppenheim 10. November 1988"

Auf einer Zusatz-Tafel "Im Gedenken an die Ermordeten" werden 29 Namen ehemaliger Heppenheimer Juden genannt.

 

Gedenktafel in Lorsch

Im Beisein des Landesrabbiners Prof. Dr. Ernst Roth wurde im November 1982 in der Lorscher Schulstraße eine Mahntafel mit folgendem Text enthüllt: "Dem Andenken der jüdischen Bürger unserer Stadt - Zur Erinnerung an die Synagoge der jüdischen Gemeinde Lorsch, die am 10. November 1938 zerstört wurde." Allerdings stand die Lorscher Synagoge nicht an diesem Ort, sondern in der Bahnhofstraße. Sie wurde in der Reichspogromnacht in Brand gesteckt und ihre noch vorhandenen Mauern später abgebrochen.

 

Gedenkstätte KZ Osthofen

Im Mai 2004 wurde in der Gedenkstätte KZ Osthofen eine neue Dauerausstellung eröffnet.
Im Mitelpunkt dieser Austellung stehen hierbei das Konzentrationslager Osthofen (in das die Nationalsozialisten auch Verfolgte von der Hessischen Bergstraße einsperrten) und das Sonderlager / KZ Hinzert bei Trier. Neben diesen beiden Schwerpunktsbereichen gibt die neue Ausstellung zahlreiche Einblicke in den Themenbereich "Widerstand und Verfolgung". Dort wird vor allem an Opfergruppen, ihre Ausgrenzung, Deportation und Ermordung, aber auch an Täter und ihre Rolle im NS-System erinnert.
Kurze Informationsfilme, Hörstationen, ein computergesteuerter Kartenraum, Vitrinen, Informationstafeln und ein Raum, der speziell der Schriftstellerin Anna Seghers und ihrem für Osthofen bedeutungsvollen Roman "Das siebte Kreuz" gewidmet ist, geben Gelegenheit, sich auf unterschiedliche Weise dem Thema zu nähern.

NS-Dokumentationszentrum Rheinland-Pfalz
Gedenkstätte KZ Osthofen
Ziegelhüttenweg 38
67574 Osthofen

Tel.: 06242 - 910810
Internet: www.ns-dokuzentrum-rlp.de
E-Mail: info@ns-dokuzentrum.rlp.de

Öffnungszeiten:
Mo, Di, Do, Fr 9-12 Uhr und 13-17 Uhr
Mi 9-12 Uhr
Wochenende/Feiertage 13-17 Uhr

 

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(c) Arbeitskreis Zwingenberger Synagoge e.V.