Veranstaltungen 2020

Begegnung mit Holocaust-Überlebenden in Israel

Am Donnerstag, 16. Januar, berichtete Tristan Fiedler im Gespräch mit der Journalistin Ulrike Jaspers von seinen Begegnungen mit Holocaust-Überlebenden in Israel. Tristan Fiedler (27) ist in Zwingenberg aufgewachsen und studiert an der Freien Universität Berlin Philosophie, Religionswissenschaften sowie Geschichte und Kultur des Vorderen Orient. 2018/2019 verbrachte er sieben Monate in Israel, studierte an der Universität in Tel Aviv „Jewish Studies" und „Middle East Studies", absolvierte ein Praktikum am Peres Center for Peace und betreute Holocaust-Überlebende im Altenheim „Bei Jenny Breuer" in Tel Aviv. Im Gespräch mit Ulrike Jaspers berichtete er über seine Begegnungen mit Überlebenden der Shoah, aber auch über seine weiteren vielfältigen Erfahrungen und Eindrücke, die er in Israel gemacht hat. Er ist Mitglied des jungen Forums der Deutsch-Israelischen Gesellschaft.
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Theodolinde Katharina Katzenmaier

(Quelle: Gedenkband "Theodolinde Katharina Katzenmaier", LIT-Verlag, Münster, mit Erlaubnis der Autoren)

Am Montag, 27. Januar, dem Auschwitz-Gedenktag, wird Rembert Boese um 19 Uhr im evangelischen Pfarrzentrum in Zwingenberg über die katholische Schwester Theodolinde Katharina Katzenmaier, Gefangene im ehemaligen KZ Ravensbrück, referieren. Veranstalter sind die evangelische Kirchengemeinde, die katholische Pfarrgemeinde und der Arbeitskreis Zwingenberger Synagoge e.V..
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Kriegsende März 1945 in Zwingenberg und Umgebung

Bensheim 27. März 1945
Bensheim 27. März 1945 Quelle: Jerry Rutberg (US-Signal-Corps)

Am Donnerstag, 26. März wollen wir an das Kriegsende Ende März 1945 in Zwingenberg und Umgebung erinnern: Dr. Fritz Kilthau wird von den Geschehnissen des Kriegsendes in unserer Region in einem Bildvortrag berichten, anschließend liest Ulrike Jaspers aus den Erinnerungen der Familie Calvelli-Adorno, die das Kriegsende in Zwingenberg erlebt hatte. Beginn dieser Veranstaltung im Saal des Alten Amtsgerichts ist 19 Uhr.

Stadtgang in Zwingenberg

Marktplatz nach der Pogromnacht 1938
Marktplatz nach der Pogromnacht 1938 Zwingenberger Bürger betrachten das verwüstete Haus der jüdischen Familie Wolf

Der Verein „Arbeitskreis Zwingenberger Synagoge e.V“ lädt am Samstag, 9. Mai, 14 Uhr zu einem Stadtgang auf den Spuren des Nationalsozialismus in Zwingenberg ein. Die Führung übernehmen Ulrike Jaspers-Kühnhold, Vorstandsmitglied des Vereins „Arbeitskreis Zwingenberger Synagoge e.V.“, sowie Dr. Fritz Kilthau, Autor des Buches „Mitten unter uns – Zwingenberg von 1933 bis 1945“ und 1. Vorsitzender des Vereins. Treffpunkt ist der Parkplatz der Melibokushalle.
Allgemeine Informationen zum Gedenkgang:
Der Rundgang dauert etwa 1 ½ Stunden. Beginnend an der ehemaligen Zwingenberger Synagoge in der Wiesenstraße wird von der Verfolgung, Migration und Ermordung von Zwingenberger Juden sowie über die Gewalttätigkeiten und Prozesse gegen Mitglieder der örtlichen Arbeiterparteien KPD und SPD berichtet. Weitere Themen sind die Aktionen gegen Anhänger der Ernsten Bibelforscher (Zeugen Jehovas) in Zwingenberg sowie die Auseinandersetzungen der Nationalsozialisten mit Vertretern der hiesigen Kirchen. Bei dem Gedenkgang werden großformatige Fotos der Betroffenen mitgeführt.
Details zur Führung finden sich hier. Der Verein "Arbeitskreis Zwingenberger Synagoge hat die Broschüre "Mitten unter uns" - Stadtgang auf den Spuren von Verfolgung und Widerstand in Zwingenberg an der Bergstraße 1933 – 1945“ mit den Details des Rundgangs herausgebracht - sie kann nach dem Stadtgang erworben werden.

ĄGhettohäuser" in Frankfurt

„Man dachte doch, dass man vielleicht wieder kommt..."
„Ghettohäuser" in Frankfurt - Zwingenberger Juden und ihre letzte Adresse
Die Frankfurter Buchautorin und Journalistin Renate Hebauf berichtet am Donnerstag, 4. Juni, über jüdische Familien, die ab Ende der 1930er Jahre in „Ghettohäusern“ in Frankfurt unter schwierigsten Bedingungen leben mussten. Der Vortrag basiert auf ihrer Veröffentlichung „Gaußstraße 14 - Ein 'Ghettohaus' in Frankfurt am Main - Die Geschichte eines Hauses und seiner jüdischen Bewohnerinnen und Bewohner zwischen 1912 und 1945" (CoCon Verlag, Hanau 2010). Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr im Saal des Alten Amtsgerichts.
Im Anschluss laden wir zu unserer öffentlichen Jahreshauptversammlung ein.
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Führung über den Alsbacher Judenfriedhof

Am 23. August (Sonntag) bieten wir wieder eine Führung über den Alsbacher Judenfriedhof, den größten jüdischen Landfriedhof Hessens, an. Dr. Fritz Kilthau erklärt viele Details zur Geschichte des Friedhofs, zu den Gräbern, Grabsteinen und ihren Symbolen und den jüdischen Beerdigungsriten. Weitere Stationen des Rundgangs sind der Gedenkstein für den berühmten Rabbi Samuel Bacharach und die Gedenktafel zur Erinnerung an die Friedhofsschändung während der Reichspogromnacht 1938 durch die Nationalsozialisten. Zu den letzten auf dem Alsbacher Judenfriedhof beerdigten Juden gehören der Bankier Julius Bauer und seine Frau Hedwig aus Bensheim, deren Gräber zum Abschluss der Führung aufgesucht werden - Dr. Fritz Kilthau hat ihre Lebensgeschichte in der Broschüre "Menschengesichter - Die jüdische Bensheimer Familie Bauer" niedergeschrieben.
Ausführliche Informationen zur Führung über den Alsbacher Judenfriedhof finden sich in der von Pfarrer Johannes Mingo und Dr. Fritz Kilthau erstellten Broschüre "Beth Olam - Haus der Ewigkeit" - Gang über den jüdischen Friedhof in Alsbach an der Bergstraße (deutsch)und "Beth Olam - House of Eternity" - A visit to the Jewish cemetry in Alsbach on the Bergstraße ( englisch), die man nach der Führung erwerben kann. Die Broschüre "Menschengesichter - Die jüdische Bensheimer Familie Bauer" wird gleichfalls angeboten.