Veranstaltungen 2003

Weihnachtsmarkt 2003

Auch dieses Jahr hatten wir wieder einen Stand auf dem Zwingenberger Weihnachtsmarkt am 5. und 6. Dezember 2003. Neben Büchern, Broschüren und CDs verkauften wir zum ersten Mal Lose- jedes Los gewann und es gab sehr schöne Preise zu gewinnen: Bücher (Die Verlagsgruppe Beltz hatte uns 80 Kinder- und Jugendbücher gestiftet), Kuscheltiere, Bunt- und Glitzerstifte, Schlüsselanhänger, Weihnachtsschmuck und vieles mehr. Am Samstag Abend waren alle Lose verkauft! Bei einem Glas "Schottentee" (Schwarzer Tee mit Whiskey, Zucker, Schlagsahne und einer Prise Muskat), den wir ausschenkten, hatten wir viele interessante Gespräche. Alles in allem: Uns hat es Spaß gemacht!

 

Bildvortrag in Lauteral

Am 23. Oktober 2003 lud der DGB-Ortsverband Lautertal Dr. Fritz Kilthau, den Vorsitzenden des Vereins "Arbeitskreis Zwingenberger Synagoge e.V." und Autor des Buches "Mitten unter uns - Zwingenberg an der Bergstraße von 1933 bis 1945", zu einem Bildvortrag über die Zeit des Nationalsozialismus in Zwingenberg ein. Der Autor ergänzte den Vortrag durch einige Dokumente aus Lautertal, um aufzuzeigen, dass vieles von dem , was in Zwingenberg geschah, sich auch an anderen Orten wie beispielsweise Lautertal abspielte.
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Church meets Synagoge II

PREMIERE: Am Sonntag, 12. Oktober 2003, 17 Uhr präsentierten Irith Gabriely (Klarinette) und Hans-Joachim Dumeier (Orgel) zum ersten Mal ihr neues Programm "CHURCH MEETS SYNAGOGUE II - Christliches und jüdisches Leben - Lieder vom Feiern" in der Zwingenberger Bergkirche. 2003 waren beide Künstler mit ihrem "alten" Programm "CHURCH MEETS SYNAGOGE" in der Zwingenberger Bergkirche zu hören. Informationen zum letztjährigen Konzert "Church meets Synagoge" Dieses Programm - seit 1997 entwickelt - stellte klassische Musik, jüdische Komponisten und Klezmermusik in eine reizvolle Spannung; Irith Gabriely spricht von einem "musikalisch-christlich-jüdischen Dialog". Auch das neue Progamm enthielt wieder klassische und jüdische Musik-Elemente; Details über das neue Programm finden Sie hier: Programm

Irith Gabriely, in Haifa geboren, studierte von 1968-1972 Klarinette und Interpretation von Klezmermusik an der Universität Tel Aviv. 1986 gründete sie, neben ihrer Tätigkeit als erste Klarinettistin am Staatstheater Darmstadt, die Klezmergruppe "Colaleila" (hebräisch: Die ganze Nacht), mit der sie seitdem in vielen Ländern Europas Konzerte gibt. 1991 wurde sie beim größten Klezmerfestival in Zefat (Israel) mit dem 1. Preis ausgezeichnet. Als "Queen of Klezmer" bekam sie mit Colaleila auf dem Edinborough-Festival 1998 eine weitere besondere Auszeichnung. Irith Gabriely: "Musik ist die Sprache des Herzens, die alle Menschen verbindet, egal ob Juden, Christen oder Muslims".

Hans-Joachim Dumeier, in Kassel geboren, studierte Kirchenmusik an den Hochschulen Herford und Detmold. Ein Orgelstudium am Straßburger Konservatorium schloß sich an. Seit 1986 ist er Organist und Kantor an der Evangelischen Stadtkirche in Michelstadt. Neben zahlreichen Konzerten in deutschen Städten trat er bisher auch in Frankreich, Italien, den Niederlanden und in den USA auf.
(Bild: Karl-Dieter Buß, Zwingenberg)
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Vortrag "Die Juden in Zwingenberg"

v.l. Heinrich Wachenheimer mit Ehefrau Clothilde und Enkel Kurt (später Claude Abraham), unbekannt, Zodik Wachenheimer

Anlässlich des 100sten Jahrestages der Einweihung der letzten Zwingenberger Synagoge hielt Dr. Fritz Kilthau am Mittwoch, 10. September 2003, 20 Uhr, einen Bild-Vortrag „Die Juden in Zwingenberg“. Veranstaltungsort war das evangelische Gemeindezentrum Zwingenberg, Darmstädter Str. 22.
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Ferienspiele

Salim Alafenisch

Unser Verein beteiligte sich dieses Jahr zum ersten Mal an den Zwingenberger Ferienspielen. Am Montag, 28. Juli 2003, 14 Uhr, erzählte der bekannte palästinensische Autor Salim Alafenisch „Geschichten aus dem Beduinenzelt“ über seine Jugend in der Negev-Wüste. Nach dem einstündigen Vortrag von Salim Alafenisch waren die Ferienspiele beim "Arbeitskreis Zwingenberger Synagoge" noch längst nicht vorbei: Die Kinder konnten sich unter Anleitung unseres Vorstandsmitglieds Renate Weber einen kleinen Teppich nach Beduinenart weben, es wurde Alafenischs Buch "Amira - Prinzessin der Wüste" verlost, bei mehreren Ratespielen konnte man sein Wissen rund um Beduinen und Wüste beweisen und schließlich wurde gemeinsam der israelische Tanz "Fuchs im Hühnerstall" einstudiert.
Zur Stärkung gab es zwischendurch - dem Thema entsprechend - Datteln, Feigen, Rosinen und Halva.
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Jahreshauptversammlung

Jahreshauptversammlung 2003

(Links Brigitte Paddenberg, Mitte Dr. Fritz Kilthau, rechts Hanns Werner- Foto Thomas Neu)

Am Montag, 23. Juni 2003, 20 Uhr, fand die Jahreshauptversammlung unseres Vereins mit Neuwahlen des Vorstands im evangelischen Gemeindezentrum in Alsbach, Bickenbacher Str. 27 statt. Die Ausländerbeauftragte des Kreises Bergstraße, Brigitte Paddenberg, referierte zum Thema "Migration".
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Stadtgang

Vor der Synagoge

(links Dr. Fritz Kilthau, rechts Hanns Werner - Foto Thomas Neu)

Am Samstag, 21. Juni 2003, lud unser Verein wieder zu einem Stadtgang auf den Spuren von Verfolgung und Widerstand in Zwingenberg - "Mitten unter uns - Zwingenberg 1933-1945“ - ein. Anläßlich des "Europäischen Fests der Partnerstädte" in Zwingenberg, der am gleichen Tag stattfand, wurde die Führung in deutscher und englischer Sprache angeboten. Erstmals wurde auch die Broschüre zum Stadtgang vorgestellt (siehe auch Webseite "PUBLIKATIONEN").
Dieser Stadtgang wurde unterstützt vom Kultursommer Südhessen.
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Gesprächskreis des "Abrahamischen Teams"

Podiumteilnehmer von links:

Dr. Claudia Becker, Petra Kunik, Sandra Kamutzki und Bekir Alboga

Gesprächskreis des „Abrahamischen Teams“ des interkulturellen Rates in Deutschland: „Wie können wir Vorurteile gegenüber anderen Religionen überwinden?“

Im Rahmen der „Zwingenberger Perspektiven“ referierten und diskutierten:
Begir Alboğa - Geschäftsführer und Islamwissenschaftlicher Leiter des „Instituts für Deutsch-Türkische Integrationsstudien und Interreligiöse Arbeit e.V.“, Mannheim
Sandra Kamutzki - Evangelische Theologin und Lehrbeauftragte an der Uni Gießen im Bereich Evangelische Theologie
Petra Kunik - Jüdische Schriftstellerin und Regisseurin; Vorsitzende der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Frankfurt

Dieser Gesprächskreis wurde finanziell unterstützt von der Groeben-Stiftung, Baden-Baden, der Bundesregierung und der Europäischen Union (Xenox-Programm). Ziel dieses Gesprächskreises ist es, gegenseitige Ängste abzubauen und ein friedliches Zusammenleben zu stärken.

Mittwoch, 4. Juni 2003, 20 Uhr
Zwingenberg, Katholisches Gemeindezentrum,
Heidelberger Str. 18

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Yavuz-Sultan-Selim-Moschee, Mannheim

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Zwingenberger Perspektiven" besuchten wir am Samstag, 26. April 2003, mit 25 Interessierten die Yavuz-Sultan-Selim-Moschee in Mannheim. Diese Moschee ist derzeit mit 2500 Gebetsplätzen die größte in Deutschland. Sie ist gleichzeitig eine "gläserne" Moschee: Jährlich kommen etwa 10.000 Besucher aus dem gesamten Bundesgebiet. Diese Moschee ist nicht nur Gebetssaal, sondern Mittelpunkt des religiösen, sozialen und gesellschaftlichen Lebens der Mannheimer Muslime: So gibt es hier neben dem Sakralraum eine Bücherei, eine Cafeteria, ein Reisebüro, diverse Geschäfte und einen Friseur. Der Leiter des „Instituts für Deutsch-Türkische Integrationsstudien und Interreligiöse Arbeit e.V.“, Bekir Alboğa, begrüßte die Teilnehmer seiner äußerst interessanten und sehr informativen Führung in der Brunnenanlage im Erdgeschoss, wo die rituelle Waschung erläutert wurde. Die rituelle Reinigung von Händen, Gesicht und Füßen dient der Entspannung und soll meditativ auf das kommende Gebet vorbereiten. Im 1500 qm großen, reich ausgeschmückten Gebetsraum im Obergeschoss gab Alboğa grundlegende Informationen über den Islam, seine historische Entwicklung und die Bedeutung der Pilgerfahrt nach Mekka. Bekir Alboğa erläuterte nicht nur den Ablauf eines islamischen Gottesdienstes bzw. Gebets, sondern sang und erklärte anschließend den typischen Gebetsaufruf, der üblicherweise von den Minaretten der Moschee zu hören ist.
Nach der einstündigen Führung versammelten sich die Besucher in der Cafeteria, wo Bekir Alboğa bei Zimt-, Apfel- und Orangentee und original türkischem Mokka viele weitere Fragen über die Kultur des Islam beantwortete und auch sehr offen Stellung zu kritischen Anmerkungen bezog.
Die Teilnehmer der Führung waren sich einig: Diese Veranstaltung war sehr informativ und trug sehr zum besseren Verständnis der islamischen Religion bei!

 
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Synagoge in Darmstadt

Synagoge in Darmstadt

"Schalom Schabbat!" Johanna Fränkel, Vorstandsmitglied der jüdischen Gemeinde Darmstadt, begrüßte am Freitag, 14. März 2003, Teilnehmer der Veranstaltungsreihe "Zwingenberger Perspektiven" in der Darmstädter Synagoge, um sie dann sachkundig durch das 1988 eingeweihte religiöse und kulturelle Zentrum in der Wilhelm-Glässing-Str. zu führen.

Die Synagoge selbst steht in einem Atrium und wird von den Räumen des Gemeindezentrums umschlossen. Der zweigeschossige Synagogenraum, in dem Frauen und Männer getrennt sitzen, entspricht dem heute noch gültigen orthodoxen Ritus, bei dem das Thora-Vorlesepult in der Mitte steht und der Thoraschrein, gleichsam als Tempel, seinen festen Platz an der Ostwand der Synagoge hat. Die Besucher waren von der prächtigen Helligkeit und Farbigkeit des Raumes beeindruckt, die von der zentralen Glaskuppel und den großen rot-gelben und blau-weißen Glasfenstern hervorgerufen werden. Nach den Erläuterungen der jüdischen Gottesdienst-Riten in der Synagoge führte Johanna Fränkel durch das kleine jüdische Museum, das im ersten Stock des Gemeindezentrums eingerichtet ist; dort sind viele Dokumente der früheren jüdischen Gemeinde ausgestellt. Besonders eindrucksvoll sind hierbei zwei Silbertäfelchen, die man aus dem Schutt der im November 1938 zerstörten ehemaligen Synagoge in der Darmstädter Friedrichstraße geborgen hatte.

Die Besucher wurden während des anschließenden Sabbat-Gottesdienstes besonders begrüßt und zum abschließenden gemeinschaftlichen, symbolischen Sabbatmahl eingeladen. Zum Schluss überreichte der Vorsitzende des Vereins „Arbeitskreis Zwingenberger Synagoge“, Dr. Fritz Kilthau, auch im Namen der übrigen Träger der Veranstaltungsreihe, der evangelischen Kirchengemeinden von Zwingenberg und Alsbach sowie der katholischen Kirchengemeinde Zwingenbergs, das Buch „Mitten unter uns“, das die Geschichte der ehemaligen jüdischen Gemeinde Zwingenbergs aufzeigt, und dankte Johanna Fränkel für die ausgezeichnete, sehr beeindruckende Veranstaltung.
(Bild: Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen)

 

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(c) Arbeitskreis Zwingenberger Synagoge e.V.