Veranstaltungen 2011

Albert Bähr mit Bild von Dr. Best

Bild: Wikimedia Commons / Creative Commons 3.0-CC-BY-SA: Deutsches Bundesarchiv Bild 183-B22627

Am Donnerstag, 27. Januar 2011, 19:30 referierte Albert Bähr, Rektor i.R. aus Lorsch, im Saal des Alten Amtsgericht Zwingenberg über die Boxheimer Dokumente. Diese im August 1931 von dem Juristen Dr. Werner Best entworfenen Papiere enthalten den Entwurf einer nationalsozialistischen Machtergreifung. Alle politischen Gegner sollten in KZ verbracht werden, SA und andere NS-Gruppen sollten die völlige Vollzugsgewalt erhalten. "Widerstand wird grundsätzlich mit dem Tode bestraft!", so Best. Er nahm mit diesen Papieren vorweg, was ab 1933 Realität wurde.
Dieser Vortrag wurde von unserem Verein in Kooperation mit den evangelischen Kirchengemeinden Zwingenberg und Alsbach sowie der katholischen Pfarrgemeinde Zwingenberg angeboten.
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Klezmer-Musikanten aus Rohatyn 1912

Am Mittwoch, 11. Mai 2011, luden wir zusammen mit der Stadtbücherei Zwingenberg zu "Klez-Mär", einem Abend mit Klezmer-Musik und jüdisch-arabischen Erzählungen ein. Hildrun Wunsch, Zwingenberg (Blockflötistin) und Anna Kuwertz, Freiburg (Pianistin) sorgten für die Musik, Angelika Graf (Leiterin der Stadtbücherei Zwingenberg) erzählte arabische und jüdische Märchen und Geschichten. Außerdem wurde ein kleines orientalisches Buffet und Getränke angeboten.
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"Klez-Mär" - Musik, Geschichten und Buffet

Hildrun Wunsch, Anna Kuwertz und Angelika Graf (von links)

US Holocaust Memorial Museum Bild Nr. 36170

Am Dienstag, 14. Juni 2011, 19:30 Uhr stellte Monica Kingreen, Fritz-Bauer-Institut Frankfurt, ihren Vortrag "Gewaltsam verschleppt auch von der Bergstraße - Die Deportationen der jüdischen Bevölkerung aus dem Volksstaat Hessen 1942" im evangelischen Gemeindehaus Alsbach vor. An diesen Vortrag schloss sich die öffentliche Jahreshauptversammlung unseres Vereins an.
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Sally und Amanda Wolf aus Zwingenberg - hier ihr Eintrag in die Deportationsliste vom 20. März 1942 - wurden von Darmstadt aus - sie waren dorthin im Oktober 1938 verzogen - nach Piaski-Lublin deportiert.

Quelle: DLA-Marbach

Am Sonntag, 10. Juli 2011 veranstaltete die Projektgruppe "Offene Kirche" der evangelischen Kirchengemeinde Zwingenberg zum 7. Mal ihre "Lesung unter den Linden" vor der evangelischen Bergkirche. Unser Verein trat diesmal als Mitveranstalter auf.
Die Dieburger Rezitatorin Elisabeth Förster stellte in hervorragender Weise Werke der Schriftstellerin Mascha Kaléko vor, die Saxophonistin Karen Schäfer begleitete sie stimmungsvoll. Die Projektgruppe schrieb: "Mascha Kaléko, 1907 bis 1975, Lyrikerin im Schatten der Geschichte, literarische Freundin von Hermann Hesse, Thomas Mann, Erich Kästner und Kurt Tucholsky. Als Jüdin war Mascha gezwungen, ihr heiß geliebtes Berlin zu verlassen. Ihre Freude und Einsamkeit, Lebenslust und Trauer verpackt sie in unnachahmliche Gedichte. Der Vortrag von Elisabeth Förster wird eine Mischung aus Witz und Melancholie, Aktualität, Ironie und Schärfe sein."
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Elisabeth Förster und Karen Schäfer (von links)

Mit 45 Personen besuchten wir am Samstag, 13. August 2011 die Gedenkstätte und das Dokumentationszentrum "KZ Osthofen". In zwei Gruppen gaben Frau Ramona Dehoff und Herr Patrik Lutz vom Förderverein Projekt Osthofen viele Informationen über die Errichtung der ersten hessischen Konzentrationslagers. Sie berichteten von den Häftlingen, ihren Misshandlungen und Demütigungen, aber auch von der Lagerleitung und den Wachmannschaften.
Näheres finden Sie auf der Website des Fördervereins. http://www.projektosthofen-gedenkstaette.de/index.html
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Bildurheber: Dov Harrington, USA

Am Donnerstag, 13. Oktober 2011, 19:00 Uhr werden Frau Dr. Ester Graf und Frau Manja Altenburg (Agentur für jüdische Kulturvermittlung, Mannheim/Heidelberg) ihren Vortrag "Judentum kennen lernen" im Gemeindezentrum der katholischen Pfarrgemeinde Zwingenberg anbieten. Zunächst werden die Zuhörer mit den verschiedenen Aspekten des Judentums vertraut gemacht. Grundlage bieten die Thora und der Talmud und das daraus entstandene Religionsgesetz. Gebote der Mitmenschlichkeit, Reinheitsgebote, Essensvorschriften und Feiertage werden mit Hörbeispielen und Gegenständen zum Anfassen erfahrbar gemacht. Was es bedeutet "koscher" zu essen, können die Zuhörer bei einem kleinen koscheren Buffet selbst ausprobieren. Die Veranstaltung dauert 2 1/2 bis 3 Stunden.
Eine Anmeldung ist wegen des Buffets notwendig.
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Manja Altenburg (links) und Dr. Esther Graf

Foto: Dietmar Funck, Bergsträßer Anzeiger

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