Veranstaltungen 2023

Zeugnisse zum Völkermord an Sinti und Roma

KZ Auschwitz
KZ Auschwitz

Am Donnerstag, 23. März, 19 Uhr wird Dr. Karola Fings, Forschungsstelle Antiziganismus am Historischen Institut der Universität Heidelberg, ihren multimedialen Vortrag "Zeugnisse zum Völkermord an Sinti und Roma" halten. Veranstaltungsort ist der Saal des Alten Amtsgerichts Zwingenberg, Obertor 1.

Literatur auf dem Scheiterhaufen

Bücherverbrennung 1933 in Berlin
Bücherverbrennung 1933 in Berlin Quelle: Bundesarchiv, Bild 102-14597 / Georg Pahl / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5415527

Jutta Zwilling, Historikerin, wird am Donnerstag, 4. Mai, 19 Uhr, im Saal des Alten Amtsgerichts Zwingenberg zum Thema "Literatur auf dem Scheiterhaufen: Bücherverbrennung und NS-Verfolgung von Autoren" referieren.

Führung durch die Gedenkstätte KZ Osthofen

Schlafsaal der Gefangenen
Schlafsaal der Gefangenen

Am Samstag, 3. Juni, 14 Uhr, laden wir zu einer Führung durch die Gedenkstätte KZ Osthofen ein - die Anfahrt erfolgt mit Privat-PKWs
Das Konzentrationslager Osthofen - wenige Kilometer nördlich von Worms - war das erste KZ des ehemaligen Volksstaates Hessen, zu dem damals die Provinzen Oberhessen, Starkenburg und Rheinhessen gehörten. Von März 1933 bis Juli 1934 wurden in Osthofen politische Gegner der NSDAP aus den Reihen der Gewerkschaften, KPD, SPD sowie Angehörige des katholischen Zentrums, Juden, Sinti und Roma, Zeugen Jehovas und andere missliebige Personen ohne richterliche Verfügung inhaftiert. Hier begannen Unmenschlichkeit und Barbarei, hier wurde in kleinem Maßstab sichtbar, wie Menschen von den Nazis entwürdigt, gequält und misshandelt wurden. Das schreckliche Ende war nicht ohne Anfang – einer davon lag in Osthofen.
Nach der Führung durch ein Mitglied der Gedenkstätte gibt es Gelegenheit, die Dauerausstellung über das KZ Osthofen zu besuchen: Informationen über die Häftlinge, die Lagerleitung und Wachmannschaften, den Häftlingsalltag und das Lager für verschärften Arrest werden ergänzt durch die Biographien des wohl bekanntesten Häftlings, Carlo Mierendorff, und der berühmten Schriftstellerin Anna Seghers, die dem KZ in ihrem Buch „Das siebte Kreuz“ ein literarisches Denkmal setzte. Weitere Schwerpunkte der Ausstellung sind Verfolgung und Widerstand in der NS-Zeit in der Region sowie das SS-Sonderlager/KZ Hinzert.