Martha und Moritz Schack - Obergasse 3

Martha und Moritz Schack
(Zusammengestellt und vorgetragen bei der Stolpersteinverlegung von Hanns Werner)

Die letzten Juden Martha und Moritz Schack


„Über die Familie Martha und Moritz Schack wissen wir sehr viel,“ schreibt Dr. Fritz Kilthau in seinem Buch „Mitten unter uns – Zwingenberg von 1933 bis 1945“.

Im Haus Obergasse 3 lebte die Familie Martha und Moritz Schack mit ihren 5 Kindern Irma, Leo, Lina, Susanne und Margot. Es war das Elternhaus väterlicherseits von Martha Schack. Sie wurde am 10. November 1885 als Tochter von Sarah und Aaron Leo Rothensies geboren. Die Familie Rothensies war eine alteingesessene Zwingenberger Familie. Die Tante von Martha, Clara Wolf, geb. Rothensies, lebte im Haus Obergasse 5.
Moritz Schack wurde am 05. März 1883 in Georgenhausen geboren. Er war Metzger von Beruf. Aufgrund von schweren Verwundungen konnte er aber nach dem I. Weltkrieg seinen Beruf nicht mehr ausüben.
Beide heirateten am 15.05.1911 in Zwingenberg. Die Familie war sehr arm. Ihre Wohnung wurde in der Reichspogromnacht am 09.11.1938 verwüstet. Moritz Schack wurde am 12.11.1938 in das KZ Buchenwald verschleppt. Nach seiner Entlassung aus dem KZ musste das Ehepaar 1939 das Haus Obergasse 3 verkaufen, mussten Zwingenberg am 29.06.1939 verlassen und nach Frankfurt ziehen. Martha und Moritz Schack waren „die letzten Juden in Zwingenberg“.
Martha Schack starb am 09. August 1941 in Frankfurt „an einer durch Hunger ausgelösten Krankheit“. Moritz Schack wurde 1942 in das KZ Theresienstadt verschleppt. Von dort transportierten ihn die Nazis am 23.01.1943 in das KZ Auschwitz, wo sich jede Spur von ihm verliert.
Sohn Leo Schack, geboren am 28.12.1913, musste bereits Anfang 1933 vor den Nazis Hals über Kopf aus Zwingenberg nach Frankreich flüchten. Leo Schack und seine vier Schwestern Irma, Lina und Margot überlebten die Nazizeit in Mexiko bzw. in den USA. Susanne überlebte als „belgische“ Zwangsarbeiterin in Nazi-Deutschland. Noch heute besteht Kontakt zu Angehörigen der Familie Schack.
„Über die Familie Martha und Moritz Schack wissen wir sehr viel,“ schreibt Dr. Fritz Kilthau in seinem Buch „Mitten unter uns – Zwingenberg von 1933 bis 1945“.

Im Haus Obergasse 3 lebte die Familie Martha und Moritz Schack mit ihren 5 Kindern Irma, Leo, Lina, Susanne und Margot. Es war das Elternhaus väterlicherseits von Martha Schack. Sie wurde am 10. November 1885 als Tochter von Sarah und Aaron Leo Rothensies geboren. Die Familie Rothensies war eine alteingesessene Zwingenberger Familie. Die Tante von Martha, Clara Wolf, geb. Rothensies, lebte im Haus Obergasse 5.
Moritz Schack wurde am 05. März 1883 in Georgenhausen geboren. Er war Metzger von Beruf. Aufgrund von schweren Verwundungen konnte er aber nach dem I. Weltkrieg seinen Beruf nicht mehr ausüben.
Beide heirateten am 15.05.1911 in Zwingenberg. Die Familie war sehr arm. Ihre Wohnung wurde in der Reichspogromnacht am 09.11.1938 verwüstet. Moritz Schack wurde am 12.11.1938 in das KZ Buchenwald verschleppt. Nach seiner Entlassung aus dem KZ musste das Ehepaar 1939 das Haus Obergasse 3 verkaufen, mussten Zwingenberg am 29.06.1939 verlassen und nach Frankfurt ziehen. Martha und Moritz Schack waren „die letzten Juden in Zwingenberg“.
Martha Schack starb am 09. August 1941 in Frankfurt „an einer durch Hunger ausgelösten Krankheit“. Moritz Schack wurde 1942 in das KZ Theresienstadt verschleppt. Von dort transportierten ihn die Nazis am 23.01.1943 in das KZ Auschwitz, wo sich jede Spur von ihm verliert.
Sohn Leo Schack, geboren am 28.12.1913, musste bereits Anfang 1933 vor den Nazis Hals über Kopf aus Zwingenberg nach Frankreich flüchten. Leo Schack und seine vier Schwestern Irma, Lina und Margot überlebten die Nazizeit in Mexiko bzw. in den USA. Susanne überlebte als „belgische“ Zwangsarbeiterin in Nazi-Deutschland. Noch heute besteht Kontakt zu Angehörigen der Familie Schack.

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(c) Arbeitskreis Zwingenberger Synagoge e.V.