Clara und Jakob Wolf - Obergasse 5

Clara und Jakob Wolf
(Zusammengestellt und vorgetragen bei der Stolpersteinverlegung von Katharina Ziemann)

Jakob und Clara Wolf

Clara und Jakob Wolf betrieben seit Oktober 1932 in der Obergasse 5 ein Manufakturwaren-Geschäft. Clara Wolf war am 22. Juni 1888 als Clara Rothensies in Zwingenberg geboren; ihr Mann Jakob stammte aus Dörrmoschel in der Pfalz (geb. 1. April 1889).
In der Reichspogromnacht im November 1938 brachen SS-Leute in ihr Geschäft ein und demolierten zunächst die Ladeneinrichtung im vorderen Teil des Hauses, dann drangen sie in die Wohnung der Familie Wolf ein und verwüsteten dort die Einrichtung, Fensterscheiben wurden zerschmettert. Die Eheleute Wolf mussten das von der Straße aus mit ansehen.
Die Wolfs wurden schon am 15.November 1938 ins KZ Dachau eingeliefert, am 21. Dezember kamen sie wieder frei.
Die Wolfs beschlossen, Deutschland zu verlassen. Am 30.Dezember stellten sie einen Antrag auf Passausstellung bei der Zwingenberger Bürgermeisterei. Sie wollten nach Paraguay auswandern.
Am 3. Februar 1939 verzogen die Beiden nach Frankfurt Zunächst wohnten sie in der Elkenbachstr. 22, später in der Rotteckstr. 3 II.
Am 24. September 1942 wurden sie zusammen mit 233 weiteren Juden aus Frankfurt über Berlin nach Raasiku (Estland) bei Tallin deportiert und wahrscheinlich dort ermordet.
zurück

(c) Arbeitskreis Zwingenberger Synagoge e.V.