Veranstaltungen 2019

Hier finden Sie die kommenden Termine:

05.05.2019: Führung über den Alsbacher Judenfriedhof [mehr]

27.06.2019: Vortrag "Die Erben der Arisierung - Vom Umgang heutiger Eigentümer mittelständiger Familienunternehmen mit der NS-Vergangenheit ihrer Firmen und Familien" [mehr]

15.09.2019: Führung durch das ehemalige jüdische Worms [mehr]

17.10.2019: NS-Propagandafilm "Ich klage an!" [mehr]

Auschwitz-Gedenktag

Ökumenische Gedenkveranstaltung zum „Auschwitz-Gedenktag“ am Sonntag, 27. Januar 2019
Der „Arbeitskreis Zwingenberger Synagoge e.V.“ und die beiden Zwingenberger Kirchengemeinden luden für Sonntag, 27. Januar 2019, in den Saal des Alten Amtsgerichts ein. Thomas Altmeyer, wissenschaftlicher Leiter des „Studienkreises Deutscher Widerstand 1933-1945 e.V.“, Frankfurt, zeigte zum Thema „NS-Geschichte vermitteln – gestern, heute und morgen“ diverse Aspekte der heutigen Geschichtsarbeit auf.
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Führung über den Alsbacher Judenfriedhof

Am 5. Mai (Sonntag), 14 Uhr, bieten wir wieder eine Führung über den Alsbacher Judenfriedhof, den größten jüdischen Landfriedhof Hessens, an. Dr. Fritz Kilthau wird viele Details zur Geschichte des Friedhofs, zu den Gräbern, Grabsteinen und ihren Symbolen und den jüdischen Beerdigungsriten erklären. Weitere Stationen des Rundgangs sind der Gedenkstein für den berühmten Rabbi Samuel Bacharach und die Gedenktafel zur Erinnerung an die Friedhofsschändung während der Reichspogromnacht 1938 durch die Nationalsozialisten. Zu den letzten der auf dem Alsbacher Judenfriedhof beerdigten Juden gehören der Bankier Julius Bauer und seine Frau Hedwig aus Bensheim, deren Gräber zum Abschluss der Führung aufgesucht werden - Dr. Fritz Kilthau hat ihre Lebensgeschichte in der Broschüre "Menschengesichter - Die jüdische Bensheimer Familie Bauer" niedergeschrieben.
Ausführliche Informationen zur Führung über den Alsbacher Judenfriedhof finden sich in der von Pfarrer Johannes Mingo und Dr. Fritz Kilthau erstellten Broschüre "Beth Olam - Haus der Ewigkeit" - Gang über den jüdischen Friedhof in Alsbach an der Bergstraße (deutsch) und "Beth Olam - House of Eternity" - A visit to the Jewish cemetry in Alsbach on the Bergstraße ( englisch), die man nach der Führung erwerben kann. Die Broschüre "Menschengesichter - Die jüdische Bensheimer Familie Bauer" wird gleichfalls angeboten.

Die Erben der Arisierung

Arisierung in Bensheim
Arisierung in Bensheim Bergsträßer Anzeigeblatt vom 8.4.1936

Am 27. Juni 2019 (Donnerstag), 19 Uhr, wird Armin H. Flesch, Frankfurt/Main, mit seinem Vortrag "Die Erben der Arisierung - Vom Umgang heutiger Eigentümer mittelständiger Familienunternehmen mit der NS-Vergangenheit ihrer Firmen und Familien" im Saal des Alten Amtsgericht zu Gast sein. Nach einer kurzen allgemeinen Einleitung zum Themenkomplex "Arisierung" wird er zwei exemplarische Fälle von Firmenarisierung im inhabergeführten Mittelstand von den 30er Jahren bis heute vorstellen. Auch bei uns ist dieses Thema mit dem Fall Kaufhaus Ganz höchst aktuell.
Im Anschluss findet die öffentliche Jahreshauptversammlung unseres Vereins statt.

Führung durch das ehemalige jüdische Worms

Diorama im Jüdischen Museum
Diorama im Jüdischen Museum

Am 15. September 2019 (Sonntag) bieten wir wieder eine ausgedehnte Führung durch das frühere jüdische Worms an. Unter Leitung der ausgezeichneten Führerin Frau Carla Bemsch, mit der wir bereits mehrmals diese Veranstaltung durchführten, werden wir die wiederaufgebaute Synagoge, die sogenannte Raschi-Kapelle, das Frauenbad - die sogenannte Mikwe - (kann allerdings im Moment wegen Renovierungsarbeiten nur von außen besichtigt werden), das jüdische Museum und das ehemalige jüdische Viertel besuchen. Ein Gang über den berühmten "Heiligen Sand", den Friedhof der ehemaligen jüdischen Gemeinde Worms, wird den Abschluss der Führung bilden.
Wir wollen um 13 Uhr mit Privat-PKW vom Melibokus-Parkplatz in Zwingenberg abfahren; Beginn der Führung ist um 14:00 Uhr vor der Synagoge. Die Führung wird etwa 2 ½ Stunden dauern. Eine Anmeldung unter 06251-72171 ist notwendig.

NS-Propagandafilm "Ich klage an"

Mit dem Film "Ich klage an" (1941) wird unser Verein die Vorführung bedeutender NS-Propagandafilme am 17. Oktober 2019 (Donnerstag), 19:30 Uhr im Saal des Alten Amtsgerichts Zwingenberg fortsetzen. Dieser Film diente der NS-Regierung zur Propagierung der systematischen "Vernichtung lebensunwertem Leben" - der Deportation und der Ermordung unzähliger Menschen in ausgewählten psychiatrischen Anstalten. Eine dieser Tötungsanstalten war im hessischen Hadamar; etliche Opfer, die dort ermordet wurden, kamen aus Heppenheim.
Horst Walther vom Institut für Kino und Filmkultur e.V., Wiesbaden, wird in den Film einführen und die abschließende Diskussionsrunde leiten.